Requiem an Schuberts Grab UA

Eine Klang- und Lebensraumbeschreibung in 15 Sätzen auf der Grundlage von Tonaufnahmen bei Franz Schuberts erster Grabstätte im heutigen Währinger Schubertpark in Wien.

Komposition: Antonia Petz * 1969

Sopran: Sophie Witte
Bariton: Raphael Bruck
Klavier und musikalischer Leiter: N.N.
Violine: Anna Maria Brodka, Noh Yun Kwak
Bratsche: Laura Krause
Cello: Elke Höppner

Mittwoch 2.10. 2019 20:00 Bunker Güdderath

Samstag 5.10. 2019 20:00 Fabrik Heeder Krefeld

Eintritt: 26.-EUR

Abendkasse eine Stunde vor Beginn in der Fabrik Heeder bzw. im Bunker oder Online-Ticketverkauf

Requiem an Schuberts Grab
Foto Antonia Petz

Von den aufgezeichneten Stimmen Heranwachsender, Erwachsener, Vögeln und Hunden begleitet, bewegt sich das Publikum akustisch durch das 14 ha große Parkareal. Das Durchschreiten der dort auf Lebensabschnitte hin optimierten Parknutzungszonen entspricht so der Struktur einer klassischen Requiem-Vertonung. In der Aufführung von einem Ensemble gespielte Fragmente aus Schuberts Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ ergänzen zwischenzeitlich die Rhythmen und Klangfarben der vor Ort aufgezeichneten Parkgeräusche. Ebenso verbinden sich Stimmen und Klänge aus dem Park mit dem Gesang von Schuberts Liedern „In der Ferne“, „Der Atlas“, „Die Krähe“ und „Der Tod und das Mädchen“. Gesprächsfragmente ersetzen, mit den Liedertexten zusammengeführt, den lateinischen Text in diesem Requiem. All diese Klänge umfangen die Besucherinnen und Besucher von Schuberts historischer Grabstätte bei ihrem Gedenken. Vielleicht führen sie auch ein weit entferntes Publikum, über den Park hinaus, in deren eigene sich bildende Abstraktion aus diesem Klang, dieser Zeit und ihrem Raum.

Antonia Petz *1969 in Tirol, lebt in Wien Schwergewicht ihrer Arbeit ist die Auseinandersetzung mit Prozessen im Übergangsbereich von Natur, Kunst und sozialer Organisation, die in Zusammenwirken mit conceptual.institute erfolgt.