Die Herbstzeitlose 2019

Willkommen im Bunker in Güdderath

Liebe interessierte Besucherinnen und Besucher des Bunkers Güdderath!

Nach einer langen Bauzeit von über 7 Jahre ist es nun endlich soweit! Der Bunker in Mönchengladbach – Güdderath wird seine Tür am 29.9.2019 zum ersten Mal öffnen! Das ist uns eine große Freude und wir möchten Sie recht herzlich einladen, dies mit uns zu feiern. Dazu haben wir Die Herbstzeitlose ins Leben gerufen. Die räumliche Grundlage dafür bietet ein kleiner Konzertsaal im Bunker mit einer besonderen Atmosphäre und Platz für 80 Zuschauer. Schon vor einigen Jahren habe wir dem Intendanten Michael Grosse diesen Saal gezeigt und eine Kooperation mit dem Theater Mönchengladbach/Krefeld vorgeschlagen.

Dieses Jahr wird Die Herbstzeitlose ihren Schwerpunkt in der Zeit finden, in der der Bunker erbaut wurde, und erinnern an 80 Jahre Kriegsbeginn. Zu diesem Thema haben wir zwei Abende ausgewählt: Ein Gedenkkonzert von Komponisten, die im Konzentrationslager ermordet wurden: Gideon Klein, Pavel Haas, Leo Smit, Hans Krasa. Und zum Abschluss der Herbstzeitlose inszeniert Katja Bening die Monooper Anne Frank von Frid Grigori mit Panagiota Sofroniadou als Anne Frank.

Der Zeitgedanke der Jahre des III. Reiches spiegelt sich auch in der Eröffnungsmatinee wider. Frau Gabriela Kuhn singt Lieder aus Lola Blau von Georg Kreisler und Michael Grosse rezitiert Texte Wolfgang Borchert.

Ein wesentlicher Grundgedanke Der Herbstzeitlose ist es besonders die Werke lebender Komponisten und Schriftsteller aufzuführen. Daher eröffnen wir mit einer Uraufführung, dem Requiem an Schuberts Grab. Ein Crossoverprojekt zwischen Bildender Kunst und der Musik von Schubert – genauer gesagt eine Klang- und Lebensraumbeschreibung in 15 Sätzen auf der Grundlage von Tonaufnahmen bei Franz Schuberts erster Grabstätte im heutigen Währinger Schubertpark in Wien. Ein außergewöhnliches Klangprojekt für ein Streichquartett, Klavier, zwei Gesangstimmen und 13 Lautsprecher.

Was wäre die Kunst ohne die Wissenschaft? Früher suchten Persönlichkeiten wie Leonardo Da Vinci oder Michelangelo dies zu beschreiben. Heute ist es schier unmöglich wissenschaftliche Fragen und deren künstlerische Darstellung aus einer Hand zu bekommen. Um diese unerlässliche Brücke in der heutigen Zeit zu überspannen, vermittelt Dr. Norbert Wex vom Max-Planck- Institut für Radioastronomie, Bonn uns die Physik der Schwarzen Löchern.

Natürlich darf bei der Eröffnung des Bunkers eine Führung nicht fehlen. Und so bieten wir eine Führung Special an und zeigen erstmalig die gesamte Ausstellung unserer Werke im Bunker. Nach einer kleinen Pause, freut es mich ganz besonders Ihnen mein persönliches Highlight vorzuspielen: Meine erste Symphonische Dichtung „Aleppo“.

Zdzislawa Worozanska-Sacher und Bernhard Petz